Ihr Baby schreit, und schreit und lässt sich nicht beruhigen?

Auslöser für starkes Weinen können zum einen gesundheitliche Probleme sein.Wichtig ist immer deren Ausschluss durch den Kinderarzt oder die Einleitung einer medizinischen bzw. zusätzlich unterstützenden naturheilkundlichen Behandlung (z.B. Homöopathie, Craniosakraltherapie).

 

Aber auch andere Faktoren können Hintergrund für andauerndes Weinen und Schreien sein. Dazu gehören u.a. der Geburtsverlauf, Verunsicherungen und unangenehme Erfahrungen nach der Geburt, Probleme der Selbstregulation, aber auch Unruhe und Belastungen im Familiensystem.

 

Ein über längere Zeit schreiendes Baby bedeutet für die Eltern eine enorme Belastung. Der dauerhafte Stress und die Hilflosigkeit, das Kind auch durch die geduldigste und liebevollste Behandlung nicht beruhigen zu können, kann früher oder später starke Aggressionen hervorrufen. In Kombination mit dem Schlafmangel der Eltern und den viel zu geringen Pausen/ Entspannungsphasen sind bald Kind UND Eltern vollkommen erschöpft und verzweifelt. Finden die Eltern in dieser Situation keine Unterstützung, entwickelt sich leicht das Gefühl, dem Schreien ihres Babys hilflos ausgeliefert zu sein. Bevor es zu den in solch einer Lage verständlichen Gewaltphantasien oder tätlichen Übergriffen auf das Baby kommt, ist es wichtig, sich Hilfe zu holen.

In meiner Arbeit unterstütze ich sowohl Ihr Baby als auch Sie als Eltern. Wir werden gemeinsam die Lebensgeschichte Ihres Babys vor, während und nach der Geburt betrachten und sehen, ob sich daraus Erklärungen ableiten lassen, warum es dieses Schreien als Verhalten entwickelt hat. Wenn das Verhalten Ihres Babys nicht mehr als unerklärlich oder sogar als Ablehnung der Eltern verstanden werden kann, lässt die Hilflosigkeit nach und die Beziehung zum Kind kann entlastet werden. Wir werden gemeinsam herausarbeiten, wie Sie als Eltern die speziellen Bedürfnisse Ihres Babys erkennen und es in Phasen des Schreiens begleiten können. Viel Raum werden aber auch Ihre Bedürfnisse haben und Überlegungen, wie Sie im Alltag mit dem Kind für sich selbst sorgen können, um Erschöpfung und Hilflosigkeit etwas entgegenzusetzen.

 

Zur Unterstützung der Selbstregulation des Schreibabys stehen in der Babytherapie hauptsächlich folgende Methoden zur Verfügung:

    - Beruhigung des weinenden Babys durch Körperkontakt
       mit entspannender Atemtechnik

    - Dem Baby durch positive Reaktion auf kleine Entspannungszeichen
       den Weg aus dem Schreien zeigen

    - Massieren der verspannten Muskelpartien während des Weinens

    - Beruhigung durch tiefe Töne in der Schreiattacke

    - Für das Baby angemessene Schlaf-, Still-, Ruhe-
       und Aktivitätsphasen ausarbeiten

    - Hilfe für Eltern, damit sie die Kraft finden ihrem Baby Halt geben zu können.

 

Auch Baby-Shiatsu kann eine Möglichkeit sein, die Selbstregulationsfähigkeiten des Babys zu stärken und Eltern neue Wege zu Balance und Entspannung zu weisen.