Das schöne Ergebnis einer Geburt ist, dass am Ende ein kleiner neuer Mensch diese Erde bewohnt. Der Weg dorthin jedoch ist in einigen Fällen nicht nur strapaziös für Mutter und zum Teil auch für das Baby. Manchmal kommt es unter der Geburt zu schockierenden oder sogar lebensbedrohlichen Situationen. Präeklampsie, Notfallkaiserschnitte, oder eine sehr lang andauernde, enorm erschöpfende Geburt mit Angst um das Wohlergehen des Babys oder auch das der Mutter wirken zum Teil noch lange nach der Geburt vor allem bei den Müttern nach.

 

Ein solches Erlebnis kann das eigene Sicherheitsgefühl ins Wanken bringen. Oft bleibt keine Zeit, sich zu erholen und den Schreck in ihrem eigenen Tempo zu verarbeiten. Viel zu schnell stürmen die Anforderungen nach der Geburt wie Sorge für das Baby und Bewältigung der Alltagsaufgaben auf die junge Mutter ein. Gibt es keine angemessene Zeit für die Bewältigung des Geburtserlebnisses, bleiben Ängste, Erschöpfung und Gefühle von Traurigkeit, Hilflosigkeit und Schuld sehr präsent im Alltag.

Schuldgefühle bei nicht geplantem Kaiserschnitt merkt man vor allem an Gedanken, dass es einem für das Baby oder auch für sich leid tut, keine „richtige“ oder „schöne“ Geburt erlebt zu haben. Die Enttäuschung kann es schwerer machen, die Zeit nach der Geburt mit dem Baby als schön und unbeschwert zu erleben.

 

Ängste, die nach Schrecksituationen unter der Geburt völlig gesund und nachvollziehbar sind, leben manchmal lange danach weiter als Ängste verschiedener Art, zum Beispiel bezogen auf die eigenen Fähigkeiten als Mutter („Kann ich überhaupt eine gute Mutter sein?“) oder auf das Wohlergehen des Kindes. Die Babys werden kaum aus den Augen gelassen aus Angst, es könnte ihnen immer noch etwas passieren („Es ist noch nicht vorbei. Wir sind noch nicht sicher.“). Leider neigen solche Ängste dazu, sich festzusetzen und auf andere Lebensbereiche auszuweiten. Es kann ein subtiles Bedrohungsgefühl bleiben, das einer unbelasteten Beziehung zum Kind entgegensteht und oft auch zu Spannungen in der Partnerschaft führt.

 

Probleme in der Partnerschaft entstehen u.a. weil der Partner nicht in der „selben“ Haut steckte wie die Mutter unter der Geburt, es schwierig für ihn ist, nachzuvollziehen was der Mutter auch nach der Geburt noch Schwierigkeiten bereitet – „Es ist doch vorbei“. Diese Sicherheit muss sich die Mutter nach so einem Erlebnis manchmal jedoch erst wieder erarbeiten – besonders dann, wenn es in der Zeit vor der Geburt schon andere traumatisierende Ereignisse gab.

 

Je nach Situation können Sie bei mir einzeln Hilfe bei der Verarbeitung des Ereignisses und dessen Folgen erhalten. Dieses Angebot richtet sich sowohl an Sie als Frau und Mutter, als auch an Sie als Vater. Aber auch als Paar und als Eltern im Hinblick auf die Beziehung zu Ihrem Kind erhalten Sie von mir Unterstützung.



Zusätzlich unterstützend für die Verarbeitung schwieriger Geburten bzw. für die Prävention von Spätfolgen einer schwierigen Geburt kann daher auch Baby-Shiatsu sein. Hier werden Baby und Mutter gleichzeitig in dem Aufbau einer stabilen Eltern-Kind-Beziehung und der Verarbeitung der Geschehnisse begleitet.